Meine Ziele für 2012 …

Auch für das Jahr 2012 habe ich mir wieder Ziele gesetzt, die ich erreichen möchte. Insgesamt gesehen sind es eher keine neuen Ziele, sondern solche, die ich in diesem Jahr nicht erreicht habe – also nehme ich sie mir wieder für 2012 vor.

Umstellung der Ernährung & Gewichtsreduktion
Ja, ja – das liebe Gewicht …
Aufgrund meiner “inkonsequenten” Ernährung in 2011 habe ich es nicht geschafft, mein Körpergewicht unter die magische Schallgrenze von 80kg zu katapultieren. Genau genommen habe ich es aber zumindest mehr oder weniger gehalten, habe also dieses Jahr nicht zugenommen. Ist ja immerhin auch etwas …
Ab dem 02.01.2012 werde ich also meine Ernährungsweise umstellen und mich nach den Richtlinien des Dr. Ulrich Strunz ernähren. D.h. im Detail, mich kohlenhydratfrei zu ernähren, d.h. so gut wie kein Brot, Nudel, Kartoffel, Reis und vor allem keine “leeren” zuckerhaltigen Lebensmittel zu mir zu nehmen. Stattdessen viel Eiweiß, Gemüse, Obst und gesunde Fette essen. Dazu werde ich gezielt NEMs (Nahrungsergänzungsmittel) wie Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und einzelne Aminosäuren einnehmen, da sich diese in den heutigen Lebensmitteln nicht in dem ausreichenden Maße befinden, in dem der Mensch sie eigentlich benötigt.

Finish beim “Challenge Roth” unter 12:00 Std.
Auch 2012 werde ich wieder beim Challenge Roth starten und diesmal nicht nur finishen, sondern mir fest vornehmen, in einer Zeit von unter 12:00 Std. ins Ziel zu kommen. Dies setzt ein gut geplantes Ausdauertraining voraus, mit dem ich ebenfalls ab dem 02.01.2012 beginnen werde. Der Wettkampfplan für 2012 steht eigentlich auch schon. Dazu wird es in den kommenden Tagen einen weiteren Blog-Eintrag geben.

Schlagzeug spielen in einer Band
Auch dieser Punkt war 2011 bereits auf meiner Liste und momentan habe ich 2-3 Anfragen von Bands laufen, so dass es eigentlich ganz gut aussieht. Sollte hier nichts passendes dabei sein, mache ich mir zumindest keinen unnötigen Druck, denn das Jahr fängt ja gerade erst an und in den verbleibenden 366 Tagen des Jahres 2012 werde ich sicher eine Band finden.

Elektronische Musik
Diesen Punkt sehe ich jetzt weniger als wirkliches Ziel, als vielmehr neues Interessengebiet an. Tom, ein sehr guter Freund von mir, hat früher bereits auf Basis von Synthesizern und Computern elektronische Musik gemacht, musste aber aus Zeitmangel dieses Hobby leider aufgeben. Da wir uns relativ oft treffen und erst kürzlich auf dem Schiller-Konzert in Karlsruhe waren, kam mir die Idee, zusammen mit ihm ein neues Musikprojekt auf die Beine zu stellen. Da er sich nach wie vor für diese Art Musik interessiert, war er zumindest nicht abgeneigt. Wie sich dies zukünftig durchführen lässt bzw. in welchem zeitlichen Rahmen dieses Musikprojekt bestehen kann, werden wir noch sehen und ist zum jetzigen Zeitpunkt noch total offen. Ich werde über die Fortschritte dieses Projekts an dieser Stelle wieder berichten.

So – nun bleibt mir nur noch, Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012 zu wünschen.

Für alle, die sich ebenfalls Ziele für 2012 vorgenommen haben, gibt es hier ein kurzes Zitat, über das es sich mal nachzudenken lohnt:

“Auch eine Reise über tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.”   (Buddha)

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Jahresrückblick 2011

Wie schnell doch so ein Jahr vergeht. Das merkt man am ehesten, wenn man sich die Blogeinträge des Jahres 2011 nochmals anschaut. Viel ist geschehen – erfreuliches und auch weniger erfreuliches, aber so ist nunmal das Leben …

Nachdem mittlerweile auf jedem Fernsehsender ein Jahresrückblick zu sehen ist, dachte ich mir, ich pflege diese “Tradition” und schaue auch auf das Jahr 2011 zurück, das nun langsam zur Neige geht. Hauptsächlich aus dem Grund, da ich am 28.12.2010 meine Ziele für dieses Jahr definiert habe und nun natürlich sehen möchte, welche davon realisiert oder noch nicht erreicht wurden.

Los geht’s …

Das Jahr 2011 war mit Sicherheit das Jahr der Konzerte. Ich kann mich nicht erinnern, so viele Konzerte überhaupt schon mal in einem Jahr besucht zu haben. Hier eine chronologische Auflistung meiner/unserer (mit meiner Frau bzw. meinen Söhnen) besuchten Konzerte:

  • Unheilig – “Grosse Freiheit II Jubiläums Tour” – Karlsruhe (Januar)
  • Hurts – “Tour 2011″ – Neu-Isenburg (März)
  • Alex Max Band – “Tour 2011″ – Stuttgart-Wangen (März)
  • Sunrise Avenue – “Real Tour” – Stuttgart (April)
  • Peter Maffay – “Tattoos Tour” – Mannheim (Mai)
  • Unheilig – “Heimreise Tour” – Iffezheim (Juli)
  • Rammstein – “Made in Germany 1995-2011 Tour” – Frankfurt (Dezember)
  • Schiller – “Live 2011 Klangwelten – Elektronik Pur Tour” – Karlsruhe (Dezember)

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Leider mussten wir am 02.10.2011 unser geliebtes Kaninchen “Bugs Bunny” krankheitsbedingt einschläfern lassen. Wir vermissen ihn sehr und er wird immer einen Platz in unserem Herzen haben, wie auch schon seine Schwester “Beatrice”. Ich würde mich freuen, wenn er und seine Schwester in einem anderen Daseinsbereich wiedergeboren wurden (vielleicht als Menschen …) und wir sie vielleicht irgendwann mal wieder treffen. Im Leben begegnet man sich immer zweimal.

Wir haben ja über die Hilfsorganisation World Vision bereits ein Patenkind in Tansania und haben uns dann dazu entschlossen, seit Februar 2011 ein weiteres Patenkind zu unterstützen. Es handelt sich um Kunga Tseyang, ein tibetisches Mädchen, das in Chaundra (Nordindien) lebt.
Allerdings mussten wir uns dann Ende Oktober von unserem Patenkind Sajidu Salimu Nasibu verabschieden, da die Bewohner des Dorfes, in dem er lebt, sich nun selbst versorgen können. World Vision hat uns dann ein anderes Patenkind vorgeschlagen, das wir nun seitdem unterstützen. Der Junge heißt Abel Mezgebu und lebt in Äthiopien. Wir freuen uns sehr, nun ihm und den Dorfbewohnern des Projektes Nedjo helfen zu können und hoffen, dass sie durch unsere Hilfe ein besseres  Leben führen können.

 

So, nun aber zu meine selbst gesteckten Zielen für das Jahr 2011:

  •  Finish beim “Challenge Roth”
    Nach fast 10-jähriger Wettkampfpause auf der Ironman-Distanz kam ich am 10.07.2011 nach 12 Stunden, 55 Minuten und 10 Sekunden in Roth ins Ziel und war überglücklich, gefinished zu haben. Geplant war zwar eine Zeit unter 12 Stunden, was aber an diesem Tag einfach nicht möglich war.
  • Leben nach dem Buddhismus
    Eigentlich hätte ich dieses Ziel etwas anders beschreiben sollen – “Buddhist werden”. Denn dieses Ziel ist eigentlich besser definierbar, als “nach dem Buddhismus leben”. Wie dem auch sei – ich bin am 06.01.2011 offiziell in das Buddhistische Zentrum der Karma Kagyü Linie in Karlsruhe eingetreten. Vom 12.-13.02.2011 nahm in dann am Südwestkurs mit Lama Ole Nydahl in Wörth teil und habe Sonntags offiziell Zuflucht genommen, d.h. seit diesem Tage würde ich mich offiziell als Buddhist bezeichnen. Um die Karlsruher Sangha (Gemeinschaft der Praktizierenden) besser kennenzulernen, fand vom 18.-20.11.2011 ein Sangha-Retreat in der Altmühle statt, was sehr viel Spaß gemacht und meine Verbindung zu den Freunden im Zentrum verstärkt hat. Der letzte logische Schritt war dann mein Kirchenaustritt am 22.11.2011.
    Ich versuche bereits, das ganze Jahr 2011 über, nach den Regeln des Buddhismus zu leben, was mir mal mehr und mal weniger gelingt. Ich sehe das Ziel dennoch als erreicht an, da ich seit der Zufluchtnahme am 13.02.2011 aus meiner und auch aus buddhistischer Sicht Buddhist bin.
  • Umstellung der Ernährung & Gewichtsreduktion
    Hier muss ich ganz klar und deutlich sagen bzw. schreiben: Dieses Ziel habe ich nicht erreicht. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in diesem Jahr versucht habe, konsequent die von Dr. Ulrich Strunz empfohlene Ernährungsweise zu befolgen und umzusetzen, was mir aber bisher nur immer wochenweise gelang. Allerdings hat dies auch was Gutes. Mir ist aufgrund meiner Aufzeichnungen bewusst geworden, wo meine ernährungstechnischen Schwachpunkte liegen und an diesen werde ich auch im kommenden Jahr 2012 arbeiten, d.h. dieses Ziel wird auch 2012 noch aktuell sein. Mein Wunschgewicht liegt immer noch unter 80 kg und im kommenden Jahr werde ich es schaffen …
  • Schlagzeug spielen in einer Band
    Hier hat sich zwar einiges getan, aber die passende Band habe ich bis heute nicht gefunden. Den Unterricht im Drummer Circle habe ich aus verschiedensten Gründen nach einem Jahr unterbrochen und übe seitdem wieder alleine zu Hause. Ich komme aber gut mit dieser “Unterrichtsmethode” zurecht und mache auch weiterhin Fortschritte. Im Laufe des Jahres hatte ich Kontakt zu vielen Musikern und Bands, wobei nur zwei Bands dabei waren, mit denen ich wirklich gerne gespielt hätte. Bei der ersten Band war ich zum Casting eingeladen und hatte auch ein sehr gutes Gefühl, aber gegen einen Mitkonkurrenten mit über 10jähriger Schlagzeugerfahrung hatte ich einfach keine Chance. In der zweiten Band habe ich genau zweimal mitgeprobt und dabei hat sich dann herausgestellt, dass die musikalischen Interessen innerhalb des Bandgefüges nicht mit meinen Vorstellungen zusammenpassten. Ich wollte auch mal aktuelle Rocksongs aus den Charts covern und der Rest der Band stand mehr auf alte Blues- und Rocksongs und wollte ausschließlich diese spielen. Tja, hat leider dieses Jahr nicht geklappt, aber ich habe es in dieser Hinsicht auch nicht eilig

Wenn ich nun ein Fazit ziehe, kann ich sagen, dass ich zumindest 50% meiner Ziele erreicht habe (Finish in Roth & Buddhist werden). Die anderen beiden Ziele werde ich mir für 2012 wieder vornehmen und ich bin sehr zuversichtlich, diese dann im kommenden Jahr auch wirklich zu erreichen. Evtl. kommen noch ein paar andere Ziele hinzu – diese könnt Ihr dann in meinem nächsten Blog-Eintrag lesen.

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Abel Mezgebu aus Äthiopien

Bereits Mitte Oktober bekamen wir einen Brief von World Vision, der Organisation, über die wir unsere Patenschaft für Sajidu Nasibu aus Tansania abgeschlossen haben. Darin wurde uns mitgeteilt, dass die Einwohner des Projektes Nkwenda, in dem auch unser Patenkind lebt, die angestrebten Ziele erreicht haben und nun durch Eigeninitiative und Engagement zunehmend in der Lage sind, das zu erhalten und fortzuführen, was sie gemeinsam mit World Vision über Jahre hinweg erarbeitet haben. Dies bedeutet, dass sich World Vision nun schrittweise aus der Region zurückziehen wird und die Verantwortung für das Weiterführen der Entwicklungsprogramme der Bevölkerung und den lokalen Projektpartnern übergibt. Somit endet an dieser Stelle unsere Unterstützung und auch leider der Briefkontakt mit Sajidu. Wir hatten geplant, ihn in den kommenden Jahren, verbunden mit einem Afrika-Urlaub, besuchen zu können. Daraus wird nun leider nichts mehr – sehr schade. Wir denken aber, dass die Bewohner des Dorfes auf einem guten Weg sind und ihre Zukunft nun mehr und mehr eigenverantwortlich und selbständig gestalten können, was ja auch Sinn unserer Unterstützung für Sajidu war.

Erfreulicherweise wurde uns nun angeboten, unsere laufende Patenschaft auf ein anderes Patenkind zu übertragen, was wir natürlich gerne angenommen haben. Unser “neues” Patenkind heißt Abel Mezgebu und wurde am 27.05.2004 geboren. Ein Bild von Abel könnt Ihr am Anfang dieses Blogeintrags sehen. Abel lebt mit seinen Eltern im Projekt Nedjo in Äthiopien. Er hat einen Bruder und leider reichen die geringen Einkünfte der Familie oft nicht einmal zur Versorgung mit dem Nötigsten aus. Geplant ist in diesem Projekt, die Bauern mit besserem Saatgut und landwirtschaftlichen Schulungen zu unterstützen. Zudem wird World Vision dort neue Gesundheitsstationen bauen, um die schlechte medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Ebenso sollen die Eltern von der Wichtigkeit einer guten Schulbildung überzeugt werden und einige der Gelder werden für Schulgebäude, Schulausstattungen sowie Lehrerfortbildungen verwendet. Mit unserer Unterstützung hoffen wir, Abel auf dem Weg in eine bessere Zukunft begleiten zu können und ihn in ein paar Jahren bei einem Besuch auch mal persönlich kennenzulernen.

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Schiller Tour “Live 2011 Klangwelten – Elektronik Pur” in Karlsruhe

Am 16.12.2011 traf ich mich mit zwei Freunden (Tom und Marco), um an diesem Abend die Klangvielfalt der Band Schiller im Konzerthaus Karlsruhe live zu erleben. Pünktlich um 20:00 Uhr begann dann auch das Konzert und ich stellte die doch erheblichen Unterschiede zum Rammstein-Konzert eine Woche vorher fest. Das Publikum war gänzlich ein anderes – eher kulturinteressiert und es gab auch keine “Alkohol-Leichen”. Auch das ganze Ambiente erinnerte weniger an ein Rock-Konzert, als mehr an ein Klassik-Konzert. Eine sehr angenehme Atmosphäre und das zudem auch im Konzerthaus in Karlsruhe, wo eine solche Veranstaltung optimal platziert ist.

Auf der Bühne agierten insgesamt vier Musiker, die ich hier kurz vorstellen möchte: Christopher von Deylen (Keyboards), Christian Kretschmar (Keyboards), Ralf Gustke (E-Drums) und Cliff Hewitt (E-Drums). Untermalt wurden die Stücke von tollen Lichteffekten, die meistens aus dem Rückraum der Bühne durch erzeugten leichten Nebel nach vorne strahlten und die Musiker nur als Silhouetten erscheinen ließen. Durch den Einsatz von Halogenstrahlern, was heute durchaus auf den Bühnen schon Standard ist, war ein rascher Farbwechsel möglich. Manchmal wurde man allerdings auch durch sehr helle Strahler, zumindest in unserer Reihe, geblendet. Zu den Stücken, die an diesem Abend gespielt wurden, kann ich leider nicht viel sagen, da ich zum einen nicht alle kannte und auch die Namen dieser Songs nicht wusste. Ich habe in letzter Zeit wenig Musik von Schiller gehört und auch die Live-DVDs, die bei mir zu Hause im Regal stehen, müsste ich mir nach diesem Konzert mal wieder ansehen. Nach ca. einer Stunde gab es, wie bei einem Konzert üblich, eine kurze Pause von 15 Minuten, bevor es mit der zweiten Hälfte des Konzerts weiterging. Da ich selbst Schlagzeug spiele, haben mich besonders die Rhythmen begeistert, die von Ralf Gustke und Cliff Hewitt an diesem Abend gespielt wurden. Manche dieser Kompositionen sind in dieser Form auch nur dadurch möglich  geworden, da zwei E-Drums zum Einsatz kamen. Ein Schlagzeuger alleine kann diese Klangvielfalt nicht produzieren und auch der Einsatz eines Akustik-Drums hätte nie diese Sounds hervorgebracht, die mittlerweile das Markenzeichen von Schiller sind. Nach einigen Zugaben endete der Abend dann nach ungefähr zwei Stunden Spielzeit.

Eine kurze Anmerkung noch zum Schluss. In diesem Konzert hat Christopher von Deylen bewusst auf den Einsatz von Gastmusikern verzichtet, was sonst des öfteren der Fall ist. Der Name dieser Tour “Live 2011 Klangwelten – Elektronik Pur” spiegelt aber auch genau diese Absicht wider und im kommenden Jahr steht auch schon die nächste Schiller-Tour an, bei der wieder Gastmusiker eingeladen werden, um die sphärischen Klänge Schillers durch Gesang zu unterstützen. Ich werde wohl auf alle Fälle 2012 mit dabei sein.

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Rammstein Tour “Made in Germany 1995-2011” in Frankfurt

Am vergangenen Freitag Abend war es soweit und ich konnte endlich nach Frankfurt/Main fahren, um mir die “Made in Germany 1995-2011″-Tour von Rammstein anzusehen. Ich bin jetzt nicht ein so eingefleischter Rammstein-Fan, habe aber schon viel von ihren Live-Auftritten und der außergewöhnlichen Show gehört, so dass ich mir diese einfach einmal ansehen musste.

Die Fahrt nach Frankfurt verlief problemlos, auch wenn der Regen erst in Höhe Heidelberg besser wurde und schließlich ganz aufhörte. In Frankfurt angekommen hatte ich Glück und fand in unmittelbarer Nähe der Festhalle eine Parknische, wo ich kostenlos mit meinem Wagen stehen konnte. Zu Fuß hatte ich dann nur noch ca. 10 Minuten zu bewältigen. Nach einer kleinen Stärkung (Bratwurst mit Brötchen) lief ich Richtung Eingang und dort wurde man zuerst kurz “abgetastet” und schließlich beim Haupteingang sowohl das personifizierte Ticket und der Personalausweis kontrolliert. In der Festhalle war es schon sehr voll, da es mittlerweile auch bereits 19:15 Uhr war. Um 20:00 Uhr sollte die Vorgruppe Deathstars aus Schweden auftreten. Pünktlich ging dann das Saallicht aus und die Vorband kam auf die Bühne. Ich habe ja schon einige Vorgruppen bei Konzerten gehört, aber mit dieser Art Musik konnte ich ganz und gar nichts anfangen. Dazu kam, dass ich den Sänger überhaupt nicht verstanden habe, was zum einen vielleicht an der Art des Gesangs lag und zum anderen evtl. auch an der Akustik im Saal bzw. an der Einstellung des Sounds. Ich war ja aber wegen Rammstein gekommen und nicht wegen der Vorband, die ca. 30 Minuten spielte.

Nach weiteren 30 Minuten Umbauzeit begann pünktlich um 21:00 Uhr das Rammstein-Konzert. Das Licht ging wieder aus und eine an der Decke hängende Stahlbrücke wurde funkensprühend herabgelassen, bis sie ein paar Meter über dem Boden hing. Aus dem hinteren Teil der Halle sah man einen Fackelträger und im Schlepptau die komplette Band, die wie ein Prozessionszug Richtung Brücke ging. Dort angekommen stiegen sie auf ein kleines Mittelpodest, das dann langsam Richtung Brückeneinsteig hochfuhr. Dann schritten alle Musiker langsam über diese Stahlbrücke Richtung Bühne. Wenige Sekunden nachdem sie die Bühne erreicht hatten, wurde die Stahlbrücke wieder hochgezogen und das Konzert begann mit dem Song “Sonne”. Dieser Konzertauftakt war sehr eindrucksvoll inszeniert und daran werde ich sicher noch einige Tage denken.
Ich möchte an dieser Stelle nicht das gesamte Konzert beschreiben, sondern nur auf ein paar spezielle Dinge eingehen. Der Einsatz von Feuer in allen möglichen Variationen ist sicherlich ein Markenzeichen von Rammstein und damit wurde auch in Frankfurt nicht gespart. Ob in Form von brennenden Mikrofonständern, brennenden Gitarren oder Flammenwerfern – Feuer war das zentrale Element in dieser außergewöhnlichen Bühnenshow – das muss man einfach mal gesehen haben.

Hier die Setlist des Rammstein-Konzerts in Frankfurt:
01. Sonne
02. Wollt Ihr das Bett in Flammen sehen
03. Keine Lust
04. Sehnsucht
05. Asche zu Asche
06. Feuer frei
07. Mutter
08. Mein Teil
09. Du riechst so gut
10. Links 234
11. Du hast
12. Haifisch
13. Bück Dich
14. Mann gegen Mann
15. Ohne Dich
=== Zugabe 1 ===
16. Mein Herz brennt
17. Amerika
18. Ich will
=== Zugabe 2 ===
19. Engel
20. Pussy

Die Songs Nr. 13-15 wurden komplett auf der kleinen Mittelbühne gespielt. Danach ging die Band über die Stahlbrücke zurück und verabschiedete sich das erste Mal von seinem Publikum. Die erste Zugabe ließ jedoch nicht lange auf sich warten und nach dieser folgte noch eine zweite Zugabe. Hier ist besonders die Performance des Songs “Engel” zu erwähnen. Till Lindemann – der Sänger von Rammstein – trägt bei diesem Song stählerne Engelsflügel auf dem Rücken, die wie ich gelesen habe, 50 kg wiegen sollen. Während des Songs klappen diese auf und es schlagen Flammen aus den Flügelenden in Form von Flammenwerfern heraus. Ein unglaubliches Bild, das sich unweigerlich in das Gedächtnis einbrennt und das man nicht so schnell aus dem Kopf heraus bekommt.
Danach verabschiedete sich Rammstein von seinen Fans und das Konzert war beendet.

An dieser Stelle möchte ich die Band einmal kurz vorstellen: Till Lindemann (Gesang), Richard Sven Kruspe (Leadgitarre), Paul H. Landers (Rhythmusgitarre), Oliver Riedel (E-Bass), Christoph “Doom” Schneider (Schlagzeug) und Christian “Flake” Lorenz (Keyboard).

Was mir etwas unangenehm bei diesem Konzert aufgefallen ist, sind die angetrunkenen Zuschauer, die hier doch in größerer Zahl, verglichen mit anderen Rockkonzerten, auffallen. Auch viele junge Frauen mussten von den Sicherheitskräften aus dem Saal getragen werden. Ob die Ursache jetzt Kreislauf- oder Alkoholprobleme waren, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Auch die Akustik in der Halle war nicht optimal. Den Sänger der Vorgruppe Deathstars habe ich gar nicht verstanden und auch Till Lindemann war in manchen Songs nicht gut zu verstehen. Ob das an der Hallen-Akustik lag oder an der Einstellung des Sounds kann ich leider nicht beurteilen. Der Sound der Instrumente waren allerdings ganz gut eingestellt – meine Beobachtung bezieht sich lediglich auf den Gesang.

Nach zwei Stunden Spielzeit, also um 23:00 Uhr ging ich wieder Richtung Auto. Wie auch bereits auf dem Hinweg fiel mit nochmals eine Bratwurst “zum Opfer”. Die Heimfahrt verlief auf trockenen Straßen problemlos und so kam ich gegen 00:30 Uhr zu Hause an.

Als Fazit kann ich sagen, dass sich der Abend wirklich gelohnt hat, denn Rammstein mit seiner Bühnenshow einmal live zu erleben, ist wirklich eine Sache für sich und uneingeschränkt empfehlenswert. Das wird nicht das letzte Rammstein-Konzert gewesen sein, an dem ich teilgenommen habe …

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Sangha-Retreat in der Altmühle

Vom 18. – 20.11.2011 fand das Sangha-Retreat des Buddhistischen Zentrums Karlsruhe der Karma Kagyü Linie in der Altmühle statt.

Viele fragen sich jetzt vermutlich: Was ist ein Sangha-Retreat?

Um dies genau erklären zu können, muss man dieses Wort in seine Bestandteile untergliedern – in Sangha und in Retreat.
Eine Sangha ist kurz gesagt die buddhistische Gemeinschaft oder auch die Gemeinschaft der buddhistischen Praktizierenden. In meinem Fall die Karlsruher Gruppe der Karma Kagyü Linie.
Ein Retreat ist ein geplanter spiritueller Rückzug von der gewohnten Umgebung.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass wir uns über das Wochenende in das Retreat-Zentrum Altmühle zurückgezogen haben, um gemeinsam zu meditieren und uns noch besser kennen zu lernen. Gerade für mich, der noch nicht so lange in der Sangha ist, war dies eine hervorragende Möglichkeit, mit den Personen, die man sonst unter der Woche nur zur gemeinsamen Meditation trifft, mehr Zeit zu verbringen.

Am Freitag fuhren wir gegen 19:00 Uhr vom buddhistischen Zentrum in der Karlstraße nach Osthofen (in der Nähe von Worms), wo sich das Retreat-Zentrum Altmühle befindet. Dort angekommen gab es noch eine warme Suppe und die Schlafplätze wurden entsprechend verteilt. Nach einer kurzen Einführung, was ein Sangha-Retreat genau ist, meditierten wir noch auf den 16.Karmapa und der Abend endete für mich gegen 0:30 Uhr an der kleinen Bar im umgebauten ehemaligen Pferdestall (Kuhkapelle).

Den Tagesablauf vom Samstag könnt Ihr auf dem obigen Bild sehen. Im Prinzip waren um die Mahlzeiten herum insgesamt vier Meditations-Sitzungen geplant, in denen jeder seine eigene Meditations-Praxis durchführen konnte. Es wurde gemeinsam begonnen und nach den “vier Grundgedanken” ging jeder zu seiner Praxis über. Da ich gerade die 1.Grundübung des Ngöndro praktiziere, war dies an dem Samstag und Sonntag meine bevorzugte Meditations-Praxis. Zwischen den Meditationen wurde gemeinsam gegessen und man lernte dabei die Personen aus der Karlsruher Sangha besser kennen. Das größte Problem dabei war, sich die ganzen Namen zu merken. Nachmittags hatten wir zudem die Gelegenheit, über die Weinberge zu spazieren und etwas frische Luft zu schnappen. Die letzte Meditation an diesem Samstag war wieder die Meditation auf den 16.Karmapa. Auch an diesem Abend trafen wir uns zum einen an der Bar in der Kuhkapelle und machten zudem noch ein Lagerfeuer im Innenhof der Altmühle, an dem man sich zu fortgeschrittener Stunde etwas wärmen konnte. Sebastian hatte von Samstag auf Sonntag Geburtstag (24 Jahre), so dass wir hineinfeiern und mit einem Prosecco anstoßen konnten.

Am Sonntag sah das Tagesprogramm ähnlich aus wie am Samstag. In den ersten beiden Sitzungen wurde die eigene Praxis durchgeführt und nach dem Mittagessen hieß es dann zusammen aufräumen. Da wir ca. 30 Personen waren, die an diesem Sangha-Retreat teilgenommen hatten, ging dies sehr schnell über die Bühne. Danach trafen wir uns noch einmal in der sehr schönen Gompa der Altmühle und meditierten erneut auf den 16.Karmapa. Gegen 16:00 Uhr war das Sangha-Retreat in der Altmühle leider beendet und etwas wehleidig packten wir das Auto und verabschiedeten uns von unseren Gastgebern in der Altmühle.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mit etwas gemischten Gefühlen zu diesem Sangha-Retreat gefahren bin, da ich auch die Leute aus der Karlsruher Sangha noch nicht so gut kannte. Jetzt nach dem Retreat bin ich sehr froh, dort dabei gewesen zu sein, denn dadurch, dass man fast zwei Tage miteinander verbracht hat, bekam man die Gelegenheit, mit fast jedem aus der Sangha mal zu sprechen und sich besser kennen zu lernen. Eine Gelegenheit, die sich sonst nicht in dieser Intensität bietet.

Ich freue mich schon auf das Sangha-Retreat in kommenden Jahr, wo ich auf alle Fälle wieder mit dabei sein werde.

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Kirchenaustritt

Nachdem ich im vergangenen Jahr am 27.11.2010 das erste Mal das Buddhistische Zentrum Karlsruhe der Karma Kagyü Linie am Tag der offenen Tür besucht und wenig später vom 12. – 13.02.2011 am Südwestkurs in Wörth teilgenommen habe, hat sich einiges in meiner Einstellung zur Kirche verändert.
Am vergangenen Wochenende fand dann auch das Sangha-Retreat in der Altmühle statt (Bericht folgt …), was mich nun endgültig dazu veranlasst hat, heute am 22.11.2011 aus der evangelischen Kirche auszutreten.
Als Buddhist macht es in meinen Augen keinen Sinn, einer Institution anzugehören, zu der man sich nicht mehr zugehörig fühlt.

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Herbstfarben

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Abschied …

 

 

 

 

 

 

 

“Unser ganzes Dasein ist flüchtig wie Wolken im Herbst;
Geburt und Tod der Wesen erscheinen wie Bewegung im Tanz.
Ein Leben gleicht dem Blitz am Himmel,
es rauscht vorbei wie ein Sturzbach den Berg hinab.”
(Buddha)

Heute morgen mussten wir leider unser Kaninchen Bugs Bunny krankheitsbedingt einschläfern lassen. Wir vermissen ihn jetzt schon …

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Gartenteich-Idylle

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